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Zur
Person
Beat, Mitte 40, seit bald 16 Jahren verheiratet, eine 14-jährige
Tochter und ein 11-jähriger Sohn. Lebt gemeinsam mit der Familie.
Liebesgeschichte
Ich lernte Eva während eines Ferienaufenthaltes im Süden
kennen. Ich hatte Eva vorher noch nie gesehen, aber als sie am Ferienort
eintraf, funkte es bei mir sofort. Nach zwei Jahren zogen wir zusammen
und heirateten schliesslich eineinhalb Jahre später.
Für uns beide war es nicht die erste Beziehung, bei der Heirat
waren wir beide bereits 30.
Kinder
Zur Geburt unserer Tochter gab Eva ihre Berufstätigkeit auf,
«um sich ganz dem Kind zu widmen». Wir zogen in ein
eigenes Einfamilienhaus mit Garten. Dank meines kurzen Arbeitsweges
konnte ich immer über Mittag zu Hause sein, mich an der Pflege
der Kinder beteiligen, freie Nachmittage und Ferienwochen mit ihnen
verbringen.
Umbruch
Nach der Geburt unseres zweiten Kindes sprach Eva immer öfter
ihr Bedauern aus, ihren Beruf aufgegeben zu haben. Aus ihrer Unzufriedenheit
erwuchsen Vorwürfe gegen mich, ohne dass wir uns auf eine andere
Aufgabenverteilung einigen konnten. Eva ging vermehrt ihre eigenen
Wege, lernte Frauen kennen und besuchte diese oft. Anfänglich
schienen es harmlose «Frauenfreundschaften» zu sein
Die Hausfrau und Mutter brauchte Luft ausserhalb des Hauses, «raus
aus dem Goldenen Käfig», wie sie sagte - das war für
mich einfühlbar. Von Anfang an hatte ich mich an der Hausarbeit
beteiligt, viel Zeit mit den Kindern verbracht, gewickelt und gespielt,
Geschichten erzählt... Da fiel es nicht ins Gewicht, dass sie
immer öfter ihre Freundin bis spät in die Nacht besuchte
und mit ihr übers Wochenende weg fuhr.
Gleichzeitig zeigte sie nur noch wenig Interesse an sexuellen Kontakten.
Das Ehebett wurde ihr zu eng. Ich störte sie angeblich durch
unruhigen Schlaf, durch Schnarchen, weil ich morgens, wenn sie endlich
tief schlafen konnte, aufstehen musste... So trennten wir unsere
Betten, nach und nach verzog ich mich ins Gästezimmer, bis
ich mich schliesslich fest dort einrichtete und wir definitiv unsere
Schlafzimmer trennten.
Die Spannungen übertrugen sich auch auf den Alltag. Den wahren
Grund, weshalb Eva meine Nähe nicht mehr schätzte, kannte
ich noch nicht, machte mir aber manchmal Gedanken, wenn sie wieder
mit ihrer Freundin verreiste.
Eines Tages schliesslich «ertappte»
ich Eva und ihre Freundin in unserem Wohnzimmer. Zum Glück
traf mich die Enthüllung nicht ganz unerwartet - ich weiss
nicht, wie ich sonst gehandelt hätte.
Mit einem Schlag war mir der
Grund unserer zunehmenden Entfremdung klar.
Dass es sich um eine Frau handelt beeinflusste meine Gefühle
insofern, dass ich mich nicht fragen musste, was an mir falsch sei,
mir keine Vorwürfe machen musste und vor allem, dass von Anfang
an klar war, dass nichts zu kitten ist.
Die
Situation heute
Während ich versuchen wollte, mich mit der Situation zu arrangieren
und die Ehe in eine Wohn- und Erziehungsgemeinschaft umzuwandeln,
forderte Eva zunehmend die Trennung: Ich sollte ausziehen. Dagegen
wehrte ich mich lange. Nun zieht Eva zusammen mit den Kindern weg
- allerdings nur gerade 500 m, so dass die Kinder auch problemlos
zu mir kommen können.
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